Petitionsbericht der Kulturplattform OÖ:

„SO NICHT! Für eine faire und transparente Fördergeldvergabe im Kulturland OÖ.“

Von 28.07. bis 16.08.2010 lief die KUPF Kampagne SO NICHT!. Und das wahrlich nicht ohne Grund. Fehlende Kommunikation sowie der Bruch mit einer bis dato gut funktionierenden Zusammenarbeit seitens der Landeskulturdirektion, die intransparente Förderentscheidung und die Vermutung einer parteipolitischen Einflussnahme auf jurierte Kunst- und Kulturprojekte veranlassten die KUPF OÖ entsprechende Schritte zu setzen. Schritte, welche im Sinne ihrer Arbeit als Interessensvertretung für die oberösterreichischen Kulturinitiativen unausweichlich wie notwendig waren. Schritte, die in ihrer erfolgreichen Breitenwirkung ihresgleichen in der bisherigen Kulturpolitik hierzulande suchen.

Innerhalb von nur 19 Tagen unterstützten – trotz Urlaubszeit – über 800 Personen mit ihrer Unterschrift unsere Petition. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Kulturschaffende aus ganz Österreich und vor allem Oberösterreich, vom Mühlviertel bis ins Salzkammergut und vom Innviertel bis Steyr. Darüber hinaus meldeten sich mit Marlene Streeruwitz, Peter Androsch, Stella Rollig, Gerhard Haderer und anderen mehr die Prominenz aus Kunst- und Kultur, um sich ebenfalls gegen diese Förderpraxis auszusprechen! Ferner erfuhr die Petition eine überwältigende, mediale Präsenz – insbesondere in der bundesweiten Presse.

Damit hat die KUPF OÖ eindrucksvoll aufgezeigt, dass für die zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffenden im Kulturland Oberösterreich eine Schmerzgrenze überschritten wurde. Dieses Aufzeigen der Grenze und die Sensibilisierung wie Mobilisierung für eine transparente Fördergeldvergabe war unser primäres Ziel. Und das ist uns auf zutiefst demokratischer Weise und zur vollsten Zufriedenheit auch gelungen! Deswegen haben wir mit dem heutigen Tag auch die laufende Petition und die damit verknüpfte Kampagne eingestellt.

Jetzt fordern wir die Landeskulturdirektion auf, ab sofort von dieser inakzeptablen Förder- und Kommunikationspraxis wieder Abstand zu nehmen und auf die funktionierenden Bahnen der Zusammenarbeit der letzten 15 Jahren zurückzukehren!

Die KUPF – Kulturplattform OÖ