Artikel: ooe.orf.at 3.8.2010
Kritik an Kulturdirektion
Kritik an der Kulturdirektion des Landes übt jetzt die Kulturplattform Kupf. Die Kulturdirektion habe entschieden zwei Kunstprojekte, die sich kritisch mit der Linzer Stadtwache auseinandersetzen, nicht zu fördern.
Es wird kritisiert, dass zwei von ihrer Jury ausgewählte Arbeiten abgelehnt wurden, so Eva Immervoll von der Kulturplattform.
Das Land folgte bei der Vergabe der Gelder aus dem mit 75.000 Euro jährlich dotierten Innovationstopf den Vorschlägen der Kupf-Jury entgegen langjähriger Gepflogenheit nicht.
Weil die FPÖ im Vorfeld gegen die Projekte mobil gemacht hatte, vermutet die Kupf eine politische Entscheidung und hat eine Petition dagegen gestartet.
Der Linzer FPÖ-Parteichef Wimmer, der die Ordnungswache initiiert hat, begrüßte den Förderstopp. Kulturfördermittel dürften nicht für politische Zwecke missbraucht werden.
Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit
Er erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Projektbetreiber: "Scheinbar wollten sich die Gegner des Ordungsdienstes auf Kosten der Allgemeinheit persönlich bereichern. Tätigkeiten wie Flugzettelverteilung, Infostände und Bürgergespräche - die normalerweise ehrenamtlich erfolgen - sollten aus Steuergeldern mit einem Stundensatz von mehr als 28 Euro verrechnet werden", kritisierte er.
Immervoll weist diese Anschuldigungen gegen die Künstler zurück: "Kulturarbeit ist auch Arbeit und gehört bezahlt", argumentierte sie. Außerdem sei es Auftrag der Kunst, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen.

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